Beerensträucher nach der Ernte zurückschneiden

Sobald die Beerensträucher abgeerntet sind, können sie ausgelichtet werden. Der Schnittzeitpunkt für den Sommerschnitt ist unmittelbar nach der Ernte. (der richtige Zeitpunkt für den Winterschnitt ist der Spätwinter - bis März).

 Das Auslichten fördert die Vitalität und Gesundheit der Pflanzen. Auch kann die Sonne im darauffolgenden Jahr die neuen Früchte besser erreichen. Nur mit ausreichender Sonneneinstrahlung erfolgt eine gute Ausreife der Früchte  und führt somit zu einem guten Geschmack der Beeren.

Die abgetragenen Ruten von Him- und Brombeeren, werden bodennah abgeschnitten. Die auszulichtenden Triebe von Johannis-und Stachelbeeren so tief wie möglich schneiden - was ebenfalls bodennah oder aber bei einer Verzweigung des Triebes bedeuten kann.

Generell werden zu dicht stehende Ruten, und die, die zu sehr nach innen wachsen ausgelichtet. Entfernen Sie die überzähligen und schwächeren, der jüngsten Triebe. Beim Auslichten von Beerenobststräuchern gibt es Unterschiede, zwischen den einzelnen Beerenarten zu beachten:

 

Rote und Weiße Johannisbeer-Sträucher tragen ihre Früchte am 2-3 jährigen Holz. Alle Äste, die älter als 4 Jahre sind (erkennbar am dunklen Holz) werden tief am Boden abgeschnitten, denn sie bringen nur wenige kleine Früchte. Jedes Jahr lässt man einige kräftige Jungtriebe nachwachsen, die restlichen Jungtriebe werden ebenfalls weggeschnitten. Insgesamt sollte der Strauch nicht mehr als 8-12 kräftige Triebe behalten.

 

Schwarze Johannisbeer-Sträucher tragen hauptsächlich am einjährigen Holz, man achtet hier also besonders auf eine ständige Verjüngung des Strauches. Während  abgetragene Ruten dicht über dem Boden herausgeschnitten werden sollte, lässt man kräftige Jungtriebe nachwachsen. Insgesamt sollte auch dieser Busch nicht mehr als 8-12 Hauptäste haben.

 

Stachelbeer-Sträucher müssen im ersten- und zweiten Jahr kräftig ausgeschnitten werden, um eine tassenförmige Wuchsform zu erhalten. Die typische Wuchsform für die Stachelbeere bilden kreisförmig angeordnete Zweige um eine offene Mitte. Die Gerüsttriebe (das alte Holz) werden jedes Jahr im Winter kräftig zurückgeschnitten. Eine erwachsene Pflanze kann 8-12 ein- und zweijährige Triebe haben. Durch Entfernen der Triebspitzen wird zugleich der Mehltau-Infektionsherd beseitigt.

 

Himbeeren sollten im ersten Standjahr nicht zur Blüte kommen. Sie müssen vor der Blüte zurückgeschnitten werden, damit die Himbeere im Folgejahr reichlich trägt. Junge Ruten treiben im Sommer aus, tragen im darauffolgenden Jahr Früchte und sterben dann ab.  Die abgetragenen Zweige müssen deshalb nach der Ernte dicht über dem Boden abgeschnitten werden. Auch alle zu schwachen Jungtriebe werden entfernt. Jede Pflanze behält 5-7 starke Neutriebe. Bei zweimal tragenden Sorten werden abgetragene Triebe erst im Frühjahr geschnitten.

 

Brombeeren benötigen ebenfalls einen regelmäßigen Rückschnitt. Wird dieser nicht alljährlich durchgeführt, sind Ertragsminderung und Verwilderung die Folge.

Aus jedem Wurzelstock lässt man bis zu 6 Jungtriebe wachsen, diese werden hochgebunden und bilden Seitentriebe, die frühzeitig auf ½ Augen zurückgeschnitten werden. Nach der Ernte werden die abgetragenen Triebe knapp über dem Boden abgeschnitten, wodurch wieder genügend Freiraum für neue Triebe im Folgejahr geschaffen wird.

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